Tinnitus Erfahrungsbericht
Erfahrungsbericht Nr. 3 von Erhart nach insgesamt 4 Hypnosebehandlungen zur Bekämpfung von Tinitus
Es war für mich eine Mischung aus Hoffnung und Erwartung, aber auch eine große
Portion, der "Griff zum Rettungsring".
Frühere Versuche mit Akupunktur blieben absolut ohne Wirkung, selbst bei einem
chinesischen Mediziner. Nachdem ich per Internet von der Methode las, die Elmar
Bickel "Tinnitus-Geschädigten" anbot, freute ich mich wie ein Kind
auf Weihnachten.
Es ging dann los, Richtung Vorarlberg. So kam es zur ersten Sitzung bei
Elmar.
Zwar war ich einigermaßen gefasst, aber doch ein wenig neugierig und gespannt,
was nun alles passiert.
Ich hatte mir über Hypnose eine andere Vorstellung gemacht als das, was ich
hier erlebte. Angenehm überrascht war ich von der Tatsache, die gesamte Wanderung im Hypno-Land
bewusst miterleben zu können.
Meinen Anker habe ich bei dem alten knorrigen Baum mit den weit ausladenden
Ästen geworfen. Ich mag alte Bäume und fühle mich dort sehr wohl.
Nach der ersten Erfahrung mit Hypnose ging es mir gut. Zumindest hatte ich das Gefühl, eine innere Ruhe und Ausgeglichenheit gefunden zu haben. Eine Ruhe, welche ich vorher nicht einmal medikamentös erreicht habe.
Meine Ohrengeräusche waren noch laut und spürbar. Ich hatte aber das Gefühl,
als wäre die Belastung nicht mehr so brutal wie vorher. Das ist aus meiner Sicht als ein Erfolg zu bewerten.
Wer Tinnitus kennt, der weiß wovon ich rede.
Elmar und ich, wir hatten auch schnell erkannt, dass wir auf der gleichen Wellenlänge sind. Wir fanden uns sympathisch, und so entwickelte sich ein sehr vertrauensvolles Verhältnis.
Der zweiten Sitzung ging, wie schon bei der Ersten, ein langes und offenes Gespräch voraus. So kamen zusätzlich einige meiner Belastungen zur Sprache, welche in der Hypnose Berücksichtigung fanden. Das tat mir gut.
Ich lernte es, in mich hinein zuhören und empfand den Puls an mehreren Stellen meines Körpers gleichzeitig. Zwar unterschiedlich intensiv, aber wahrnehmbar. Es kam ein neues Gefühl hinzu.
Mir war, als spüre ich am ganzen Körper die Berührung mit einer hauchdünnen Folie. Ich empfand das nicht einmal unangenehm, obwohl ich mich ansonsten nicht gerne bedrängen, oder einengen lasse.
Gerne ließ ich mich von Elmar’s Stimme durch die Märchen - Landschaft führen. Diese Gegend war für mich nicht mehr neu, aber auch nicht so vertraut, dass ich den Weg alleine gehen mochte.
Ich hatte das Empfinden, als käme ich zurück an einen Ort, an dem ich früher
schon einmal war. Da war mein alter Baum, der moosige Weg am Bach, der Wasserfall, dieses
leichte Plätschern des Wassers, und auch der See.
Dieses Alles machte mich ruhig und stark, und ich fühlte mich ausgesprochen
wohl.
Ich ging die fünf Stufen empor und wurde von Elmar’s Stimme in die Realität
zurückgeholt.
Eigentlich schade waren meine ersten Gedanken.
Nach einer kurzen Entspannungsphase fühlte ich mich wohl und ausgeruht.
Mein Tinnitus ist mir zwar treu geblieben, jedoch hatte ich das Empfinden,
mit den nervenaufreibenden Pfeiftönen besser fertig zu werden.
Ich hatte insgesamt vier Sitzungen in einer Woche. Die Dritte verlief ähnlich wie die zwei vorherigen Sitzungen.
Allerdings war ich schneller im Hypno-Land, da ich den Weg dorthin schon
kannte.
Ich glaube, dass mich Elmar mit einem geringeren Aufwand zu meinem
Lieblingsbaum führen konnte.
Wieder durchwanderte ich die gesamte Traumlandschaft. Traumlandschaft sage ich deshalb, da man dort nur positive Eindrücke
wahrnimmt. Man hat dort keine Bedürfnisse und auch keinerlei Beschwerden. Es ist
einfach genussvoll.
Es ist einfach eine Traumwelt, aus welcher man nicht mehr
zurück möchte.
Leider kommt irgendwann die Stimme: „Ich zähle von fünf
bis eins“.
Mein Tinnitus war noch immer da, aber für mich erträglicher. Das bewerte ich als einen Erfolg und fühle mich dabei
wohler.
Auch die vierte und letzte Sitzung bei Elmar begann mit
einem ausführlichen Gespräch.
Man kommt sich menschlich näher, und ein Therapeut braucht
wohl auch ein wenig mehr Hintergrundwissen über seinen Klienten, als z. B. ein
Zahnarzt.
Meinen Abschluss-Bericht habe ich mit einer Verzögerung
von 4 Tagen nach der letzten Sitzung verfasst, und das war aus heutiger Sicht
gut so.
Denn einen Tag später, am Tag meiner Abreise, meldete sich
mein Tinnitus mit einer lange nicht mehr da gewesenen Intensität zurück.
Mit täglich einer Selbsthypnose (CD-Stressbewältigung –
von Elmar) gehe ich die Sache an.
Ich meine, einen Teilerfolg verbuchen zu können.
Mein Fazit lautet
Es war für mich eine neue Erfahrung.
Tinntius ist noch nicht heilbar, aber man kann sicherlich
lernen, mit diesem Störenfried umzugehen, und das ist für jeden Betroffenen
ein Erfolg.
