Tinnitus Erfahrungsbericht
Erfahrungsbericht Nr. 2 von Stephan "Bericht zur Hypnose Brummton"
Seit vielen Jahren “höre” ich einen pulsierenden Brummton mit tiefer Frequenz.
Dabei könnte ich nicht einmal genau sagen, was ich “wirklich” höre. Manchmal erscheint mir das Pulsierende auch von mir erzeugt und von meiner Verfassung abzuhängen. Das Problem ist, dass ich den Puls des Brummtons unterschwellig (gerade nachts) sogar dauernd für etwas Eigenes halte, fast so wie ein leicht beschleunigter aber unregelmäßiger menschlicher Herzschlag, dabei aber basslastiger und durchdringender. Gerade weil es ein unregelmäßiger Rhythmus ist, hebt sich dieser Fremdpuls vom eigenen deutlich ab und ich habe mich deshalb, anders als an “normale” andere Geräusche in all den Jahren nicht an diesen eigenartigen Sinneseindruck gewöhnen können.
Er ist im Laufe der Zeit immer deutlicher, länger und lauter hörbar geworden.
Anfangs nur zu Beginn der Nacht und nachts hörbar, ist er an den meisten Orten,
an denen ich mich aufhalte auch tagsüber da.
Er erinnert mich an das Geräusch eines LKW, der mit laufendem Motor vor dem
Haus mit geschlossenem Fenster steht. Ähnlich wie bei diesem wird der
Brummton durch die Atmosphäre und durch die Grundschwingung des Bodens und der
Hausmauern weiter getragen und bringt mein Innenohr bzw. den Schädel zum
Mitschwingen. Deshalb helfen auch Ohrstöpsel oder andere Maßnahmen wie das
Aufsuchen von lärmgeschützten Räumen nicht. Wenn ich mich von diesem nervigen
Höreindruck befreien will, muss ich entweder hochkonzentriert arbeiten oder den
“Lärm” mit anderem “Lärm” überdecken.
Eine Untersuchung beim HNO-Arzt brachte im übrigen nur die Erkenntnis, dass mit den Ohren alles zum Besten steht.
Nach intensiver Beschäftigung mit den möglichen Ursachen, von denen es
potentiell sehr viele gibt, bin ich zum Schluss gekommen, dass mir weder die
nahe liegenden Spekulationen noch mein Ärger über die eigene Ohnmacht
weiterhelfen. Meine bevorzugte Vermutung, die Ursache der gepulsten Frequenzen könnte
aus dem Mobilfunk und drahtloser Telefonie im Haus herrühren, hat sich auch mit
der Verbannung von DECT-Telefonen und Mobilfunk aus meinem privaten Umfeld nicht
bestätigen lassen.
Es ist mir letztlich auch egal, ob es sich um gepulste HF-Felder, Infraschall
oder lange elektromagnetische Wellen (ELF) handelt, die militärischen Zwecken
dienen könnten, wenn nur endlich eine Lösung gefunden würde.
In dieser Ausweglosigkeit fand ich auf der Suche nach Quellen zum Thema Brummton
im Internet auch das Angebot von Elmar Bickel vom “Hypnoseland”, mich
mithilfe der Hypnose von diesem Quälgeist zu befreien bzw. mir einen Weg
aufzuzeigen, wie die Auswirkungen abgemildert werden können.
Einerseits fand ich die Idee bestechend, “mittels Hypnose und einem neuartigen Gerät, das dabei verwendet wird (...), dieses Brummen auszufiltern, mehr noch alle manipulativen Elfwellen ergebnislos (...) abprallen zu lassen (...)”. Andererseits unerfahren mit der Technik der Hypnose, war ich anfangs sehr skeptisch sowohl gegenüber dem Verfahren selbst als auch gegenüber meinen eigenen Ängsten in Bezug auf das, was möglicherweise eine Hypnose alles anstellen kann.
Im Kontakt mit Herrn Bickel konnten meine Fragen und Unsicherheiten zu meiner vollen Zufriedenheit beantwortet und geklärt werden, so dass ich mich in Begleitung meiner Frau zu einer Hypnosesitzung mit Elmar Bickel in dessen Haus entschloss.
Nach einem kurzen Vorgespräch ging es zur eigentlichen Hypnosesitzung. Hierzu
kann ich soviel sagen, dass ich weder viel, noch vollständig, dafür aber sehr
selektiv erinnere. Die gut drei Stunden Zeit, die wie im Flug vergingen, fühlte
ich mich sehr entspannt. Wesentlich dazu beigetragen hat die souveräne und
geduldige Art von Elmar Bickel. Ich hatte den sehr beruhigenden Eindruck, es
spricht ein Freund zu mir – und nicht, wie tatsächlich ein weitgehend fremder
Mensch, dem ich zum ersten Mal persönlich begegnete. Ein angenehmes
“Aufgehoben-Sein” scheint mir der zutreffende Begriff dafür zu sein, dass
mein Hypnotiseur die richtigen Worte und Bilder fand, die mein Wohlbefinden und
Loslassen-Können begünstigten und mir im Nachhinein einen bleibenden Eindruck
seiner Professionalität vermitteln.
In dieser Entspannung wurde ich an verschiedene Orte geschickt und wieder zurückgeholt.
Zwischendurch wurde mithilfe des erwähnten Gerätes – ein Frequenzgenerator
mit optischem, akustischem und Spannungsausgang – immer wieder der
Frequenzbereich identifiziert, zu dem der von mir wahrgenommene Brummton gehört.
Ich musste mich anstrengen, den Brummton bewusst zu hören. Gerade dann, wenn
ich es versuchte, mich auf ihn zu konzentrieren, schien er wie weggeblasen.
Was war nun das Ergebnis? Für den Rest des Tages habe ich das Brummen nicht
mehr in der gewohnten Qualität – also nervend – wahrgenommen. Wenn ich
glaubte es zu hören, war ich nicht mehr so sicher, sagen zu können, was wo
brummte. Da waren der Kühlschrank, die Badentlüftung die vorbeifahrenden Autos
und die Flugzeuge über mir, die brummten. Auch zum Schlafengehen und in den
ersten Stunden der Nacht “vermisste” ich das gewohnte Brummen. In den
Morgenstunden des darauf folgenden Tages allerdings war es in alter Stärke
wieder deutlich zu vernehmen.
Ich habe versucht, die Situation während der Hypnose in der Vorstellung
wiederherzustellen; es will mir aber nicht so recht gelingen. Ich vermute, dass
es mit einer Hypnosesitzung nicht getan ist. Aber ermutigt durch die Anleitung
zur Selbsthypnose nach Elmar Bickel übe ich nun täglich, die Entspannung
herzustellen und schneller den “Schalter” zu finden, mit dem ich das Brummen
“runterregeln” kann.
Wie zu erwarten, waren die ersten Probleme dadurch aufgetaucht, dass es durch
die Distanz nicht zu einer Auffrischungshypnose kommen konnte, so war der Erfolg
zunächst mal nur kurzfristig. Natürlich sollte die Hypnose gegen Tinitus aber
auch längerfristig wirken, auch wenn es nicht möglich ist, öfters eine
Auffrischung mit einer direkten Hypnose zu machen.
So ist es möglich, einige Zeit noch mit Selbsthypnose daran weiter zu arbeiten.
Um mit Selbsthypnose arbeiten zu können, wurde in Hypnose ein Trigger gesetzt,
so dass dies an und für sich einwandfrei funktioniert. Stephan wird weitere
Tipps zur Anwendung und Problemlösung von uns per eMail erhalten.
