Der Gang über die Hohe Hängebrücke

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Pega
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Der Gang über die Hohe Hängebrücke

Ungelesener Beitrag von Pega » Do, 16. Jun 2016 16:01

Am Montag machen wir Betriebsausflug...über Deutschland höchste Hängebrücke.
Eigentlich war mir das ziemlich schnuppe, bis ich erfahren habe, dass die wackelt, knarrzt, sehr luftig gebaut ist und sogar ein sehr hartgesottener Bekannter sich kaum rüber getraut hat.

Nun hab ich keine wirkliche Höhenangst...aber mir ist es durchaus schon passiert, dass ich mich z.B. auf dem Gerüst unseres Hauses irgendwann nicht mehr höher getraut habe, bzw. trotzdem hoch gegangen bin und mich dann da kaum getraut habe, mich zu bewegen.

Ich könnte nun mit ein paar meiner Kollegen auch durchs Tal wandern...sehe aber die Hängebrücke als kleine Herausforderung und möchte das auch als Beweis nehmen, dass man sich mit Selbsthypnose da selbst helfen kann. Mir gehts nicht drum, da nicht mehr das kleinste mulmige Gefühl zu haben, sondern um ein Tool, mit dem ich notfalls vor der Brücke verhindern kann, dass ich im letzten Moment noch einen Rückzieher mache und doch lieber die Talstrecke wähle. Ich soll doch da auch die Fotos machen und um das Erlebnis möchte ich mich ungern durch so einen Rückzieher selber bringen.

Also....wie gehe ich das an? Einfach nur einen Text mit Suggestionen erscheint mir hier nicht ausreichend. Ich werde ja auch unmittelbar vorher keine Gelegenheit haben, mit noch mal Mut "anzutrancen". Fällt euch da was schönes zu ein? Wie würdet ihr das in einer normalen Sitzung mit einem Klienten angehen?

Miraculus
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Re: Der Gang über die Hohe Hängebrücke

Ungelesener Beitrag von Miraculus » Fr, 17. Jun 2016 14:35

Mal ganz einfache Vorschläge:

- Sich bei der Hypnose vorstellen, wie man es genießt, über eine hohe Hängebrücke zu gehen und sich suggerieren und auf die Idee konzentrieren, dass es Spaß machen wird.
- Dieses Gefühl ankern (als Anker z.B. das Zusammendrücken von Daumen und Zeigefinger wählen).

Pega
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Re: Der Gang über die Hohe Hängebrücke

Ungelesener Beitrag von Pega » Sa, 18. Jun 2016 08:24

Hallo Miraculus,

ich hab deinen Tipp so halb umgesetzt :-)

Halb deshalb, weil ich mir nicht den Nervenkitzel nehmen will. Eigentlich sind solche "Abenteuer" ja tolle und wichtige Erfahrungen und es wäre schade, wenn ich mir diese positive Aufregung komplett weghypnotisiere.

Ich hatte aber trotzdem Sorge, vielleicht ganz kurz vorher noch einen Rückzieher zu machen. Also hab ich nur diese Situation kurz visualisiert, wie ich zögere, dann tief einatme und mutig drauf gehe und mir ein Loch in den Bauch freue. Ohne Anker, denn aus Erfahrung weiß ich, dass bei mir solche Visualisierungen im passenden Moment auch ohne Anker wirken - quasi vollautomatisch.
Der Anker ist eher der Ort oder die Situation. Ich visualisiert den ja sobald ich in genau dieser Situation bin, kommt er automatisch zur Wirkung.

Im schlimmsten Fall muss ich halt kurz in die Selbsthypnose und mir suggerieren, dass die Brück nur ein paar Meter hoch ist. Aber dann ist wohl der Spaß weg...

Miraculus
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Re: Der Gang über die Hohe Hängebrücke

Ungelesener Beitrag von Miraculus » Sa, 18. Jun 2016 09:58

Hallo Pega,

dann wünsche ich Dir viel Erfolg und Spaß! :)

Die "positive Erregung" würde ich auch nicht "weghypnotisieren" wollen.

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Selbsthypnose-Markus
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Re: Der Gang über die Hohe Hängebrücke

Ungelesener Beitrag von Selbsthypnose-Markus » Mo, 20. Jun 2016 10:04

Jetzt ist es schon Montag. Ich wollte noch mal ganz bewußt hinterfragen, ob es wirklich dein Wunsch ist, ob es wirklich sicher und erstrebenswert ist. Bin mal gespannt.

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Re: Der Gang über die Hohe Hängebrücke

Ungelesener Beitrag von Pega » Mo, 20. Jun 2016 21:20

..schon wieder versehentlich doppelt gepostet...
Zuletzt geändert von Pega am Mo, 20. Jun 2016 21:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Der Gang über die Hohe Hängebrücke

Ungelesener Beitrag von Pega » Mo, 20. Jun 2016 21:21

DASS ich drüber wollte, war nicht die Frage.
Ich wusste bloß nicht, ob mich nicht doch im letzten Moment der Mut verlassen würde und dafür wollte ich halt gerüstet sein.
Und dafür hatte ich dann auch einen guten Worst-case-tipp von meinem Hypnosecoach mitbekommen. Nur für den Fall der Fälle...

Damit hab ich mich dann so gewappnet gefühlt, dass die Brücke letztendlich kein Problem darstellte.
Die Tipps konnte ich dann einer Kollegin geben, die eigentlich auf überhaupt gar keinen Fall auf die Brücke wollte. Die konnte ich damit motivieren und so ist sie dann doch noch mit uns mitgegangen und war hinterher sehr stolz darauf.

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Re: Der Gang über die Hohe Hängebrücke

Ungelesener Beitrag von Miraculus » Mo, 20. Jun 2016 22:27

Hallo Pega,

das ist doch sehr schön zu hören, und zwar gleich in doppelter Hinsicht! :)

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