Kann Ankerwort abnutzen?

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Pega
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Kann Ankerwort abnutzen?

Ungelesener Beitrag von Pega » So, 21. Feb 2016 12:51

Die Überschrift beschreibt nicht wirklich meine Frage. Ich wusste aber nicht, wie ich das mit den wenigen zur Verfügung stehenden Buchstaben besser beschreiben sollte.

Also...Mein Hypnotiseur hat bei ein Trancewort derart verankert, dass es bei den letzten Sitzungen genügt hat, dass er das gesagt hat und ich bin in allerkürzester Zeit sanft in den Somnambulismus geglitten. Ein tolles Gefühl und das funktioniert auch, wenn ich selbst mir das Wort sage. Er selbst hat das Wort tatsächlich nur ein einziges Mal zur Induktion gesagt und dann evtl. später noch mal, wenn ich noch tiefer gehen sollte. Ich selbst kann es mir nur 1x sagen, weil ich danach das Gesicht so entspannt habe, dass ich mich zu keinem zweiten Mal mehr aufraffen kann.
Nun habe ich von meinem Hypnotiseur ja auch Tapes, in denen genau dieses Trancewort erst noch verankert wird. Das heißt, nach einer ausführlichen Induktion, in der ich dann ja auch schon recht tief komme, kommt dann eine Phase, wo er das Tancewort zigfach immer wieder wiederholt. Ich hab mich seitdem nicht so recht getraut, dieses Tapes weiter zu hören. Was würde passieren, wenn ich das Wort, auf welches ich nun ja sehr, sehr sensibel reagiere so oft um die Ohren geworfen bekomme. Wird die Trance immer noch tiefer? Nutzt sich das Wort einfach ab?
Und klar.....ich werde ihn das bei Gelegenheit auch selbst fragen, aber ich hätte das Thema trotzdem gern mal hier zur Diskussion in den Raum geworfen, weil ich das doch sehr interessant finde.

Dann was ähnliches: ich habe Hypnosetapes in englischer Sprache, in denen auch ein Trancewort auf Englisch etabliert wird. Die habe ich ein paar mal gehört und bin nun auch auf dieses Wort ganz gut geeicht.
Nun habe ich ein sehr ausführliches Hypnose-Seminar auf DVD von genau diesem Hypnotiseur bekommen, indem er Hypnose unterrichtet. Und natürlich bringt er den Teilnehmern nun auch exakt dieses Trancewort bei. Ich will ja nun von diesem Seminar was lernen, also ist es keine gute Idee, jedesmal, wenn er was demonstriert mit in eine tiefe Trance zu gehen. So ganz gelingt es mir nicht immer, es ist einfach zu verführerisch, sich mitwegpusten zu lassen :lol:
Es ist mir dennoch auch möglich, ihm mit dem Trancewort zu widerstehen, aber nutze ich das dann jetzt für meine geliebten Tapes ab? Das wäre wiederum sehr schade.

Was ist mit den Teilnehmern? Die üben das ja nach der Demonstration gegenseitig mit genau diesem Ankerwort. Widerspricht sich das nicht, wenn jeder bei jedem das selbe Trancewort benutzt?

Miraculus
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Re: Kann Ankerwort abnutzen?

Ungelesener Beitrag von Miraculus » So, 21. Feb 2016 19:28

Hallo Pega,

die Frage ist interessant und nicht ganz so leicht zu beantworten. Ich hoffe, dass es mir gelingt, einigermaßen klar und geordnet zu formulieren, was ich zum Ausdruck bringen möchte (ansonsten frag ruhig nach!). :seilchen-springen:

Ganz prinzipiell gesprochen ist es erst einmal so, dass man zwischen verschiedenen Formen eines "unwillkürlichen" Reagierens unterscheiden muss. Zum einen kann es sein, dass jemand sozusagen "reflexhaft-automatisch" reagiert, also ohne jedes Nachdenken und ohne jede Absicht. Die andere Möglichkeit aber ist, dass ein Reagieren zwar "wie von alleine" passiert, dass man aber unterbewusst nachgedacht und sich entschieden hat. Beide Arten der Reaktion kann man als "unwillkürlich" oder "vom Unterbewusstsein herrührend" beschrieben - aber sie sind jeweils doch in gewisser Weise recht verschieden.

Beim Reagieren auf den hypnotischen Trigger haben wir es nun mit der zweiten Art der Unwillkürlichkeit zu tun. Die Reaktion auf so einen (post)hypnotischen Auslöse setzt nämlich zumindest eine unterbewusste Entscheidung voraus. Dies lässt sich in vielen Experimenten zeigen. Es mögen hier zwei Beispiele genügen:
- Wenn der Hypnotiseur gerade dabei ist, das Triggerwort während der Exduktion aufzuheben und es also ganz offensichtlich nicht mehr "nötig" ist, weiterhin auf es zu reagieren, dann reagieren typischerweise auch "gute" Probanden nicht mehr. Es macht ja dann keinen Sinn mehr.
- Wenn ein Test eines Triggers so geschickt verborgen ist, dass nicht zu erraten ist, dass es sich da um einen Test handelt, dann reagieren selbst sehr gute Probanden nicht auf ihn. (Das geht natürlich nur, wenn der Auslöser etwa ein alltägliches Wort ist.) Bei besser erkennbaren Tests, die später stattfinden, reagierendie Probanden aber wieder.

Die Reaktion auf einen Trigger hängt also von einem unterbewussten Erkenntnis- und Entscheidungsprozess ab.

Letztlich heißt das, dass solche Trigger "eigentlich" nur dann funktionieren sollten, wenn die Situation ein Reagieren als "angemessen" erscheinen lässt und man es selbst möchte. Eine Situation, in der das Reagieren in diesem Sinne "angemessen" wäre, läge etwa dann vor, wenn man ein Hypnotisand ist - nicht aber, wenn man ein Beobachter bei einer Hypnose ist.

Ganz so einfach ist das aber in der Praxis auch nicht immer. Denn viele "Subjekte" verhalten sich so, wie es ihnen für die Hypnose als "adäquat" erscheint. Sie erleben (ohne irgendwie zu "schauspielern") das, wovon sie meinen, dass es "dazugehört". Das kann auch bedeuten, dass sie so auf einen Trigger reagieren, wie sie glauben, dass es "sein soll".
Zudem kann auch so eine (unbewusste) Motivation bestehen, auch dort zu reagieren, wo die entsprechende Situation das vielleicht nicht unbedingt "verlangt" - etwa weil man es besonders genießt, hypnotisiert zu sein.

Das kann auch bedeuten, dass jemand scheinbar "unkontrolliert" reagiert - jedenfalls dann, wenn er/sie zumindest eine grundsätzliche Bereitschaft und Motivation für die Hypnose mitbringen.
Konkret heißt das beispielsweise: Wenn Du Dich bei Deinem Hypnotiseur sehr stark "fallen" lässt und die Hypnose als besonders "unwillkürlich" erlebst, dann wirst Du womöglich auch auf einen von ihm herrührenden Trigger besonders "unwillkürlich" reagieren. Aber auch das bedeutet keinen "wirklichen" grundsätzlichen Kontrollverlust: Wenn es brennt wirst Du mit ziemlicher Sicherheit ganz schnell aus der Trance "erwachen". Solange es aber Deinem "tieferen" Wollen nicht widerspricht, kann es sein, dass Du eben beispielsweise einige Zeit nicht ganz so einfach aus der Trance rauskommst oder nicht so einfach wieder sprechen kannst.

Wenn Du das "Trancewort" auf den "Tapes" immer wieder neu hörst, sollte das normalerweise keine weiteren Auswirkung haben, außer der, dass es Deine Reaktion tendenziell stärkt. Du könntest Dir aber auch suggerieren (lassen), dass der "Anker" nur dann funktioniert, wie Du das auch ganz bewusst willst, und nur so lange, wie Du auch ganz bewusst in Trance bleiben möchtest.

"Abnutzen" wird sich ein Trigger unter Umständen mit der Zeit. Wenn jemand aber sehr gut auf Hypnose reagiert (wie Du) und den Wunsch und die Bereitschaft hat, auf den Trigger zu reagieren, und wenn dann vielleicht auch noch ein positiver emotionaler Bezug zu dem Trigger existiert, sollte dieser "Abnutzungseffekt" nicht sehr groß sein. Die vielen Wiederholungen haben vermutlich damit zu tun, dass es eben viele Leute gibt, die nicht so gut auf Hypnose reagieren wie Du. :)

Und auch der "englische" Trigger sollte sich keineswegs "abnutzen", nur weil Du ihm manchmal "widerstehst". Wie gesagt funktioniert ein Trigger letztlich, weil Du Dich auf irgendeiner (unterbewussten) Ebene entscheidest, dass es jetzt angemessen ist, auf ihn zu reagieren, und weil Du jetzt auf ihn (unterbewusst) reagieren willst. Und "Bewusstsein" und "Unterbewusstsein" sind so weit voneinander dann auch nicht entfernt. ;)
Wenn Du Dir das klar machst, dann sollte hier kein Problem bestehen. Höchstens mag es vielleicht sein, dass es für Dich einfach zu verführerisch ist, Dich doch fallen zu lassen - aber das hätte dann mit einem "Abnutzen" nichts zu tun.
Was ist mit den Teilnehmern? Die üben das ja nach der Demonstration gegenseitig mit genau diesem Ankerwort. Widerspricht sich das nicht, wenn jeder bei jedem das selbe Trancewort benutzt?
Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder es wird irgendeine Begrenzung in den Anker eingebaut (wie etwa: "das funktioniert nur dann, wenn Du dabei in Trance gehen willst" oder "Das funktioniert nur dann, wenn jemand dabei Deine linke Schulter berührt"). Das hättest Du dann aber vermutlich mitbekommen...
Oder es ergibt sich aus den Anforderungen der Situation selbst. Wie gesagt reagiert man nicht "mechanisch" auf einen Trigger, sondern entsprechend dem Charakter des Gesamt-Situation.

Einen Punkt will ich nochmals betonen: Die Tatsache, dass dieses Reagieren auf Trigger in gewisser Weise "intelligent" und "willentlich" ist, bedeutet keinesfalls, dass es "unecht" oder "geschauspielert" wäre. Dass dem nicht so ist, weißt Du ja aus eigener Erfahrung. Es heißt nur - um es mal so zu formulieren -, dass das Unterbewusstsein, wenn es auf solche Trigger reagiert, nicht "reflexhaft" handelt, sondern "sich dabei etwas denkt".

Pega
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Re: Kann Ankerwort abnutzen?

Ungelesener Beitrag von Pega » So, 21. Feb 2016 20:38

Hallo Miraculus, wow, das hast du ja richtig einleuchtend erklärt
Ganz prinzipiell gesprochen ist es erst einmal so, dass man zwischen verschiedenen Formen eines "unwillkürlichen" Reagierens unterscheiden muss. Zum einen kann es sein, dass jemand sozusagen "reflexhaft-automatisch" reagiert, also ohne jedes Nachdenken und ohne jede Absicht. Die andere Möglichkeit aber ist, dass ein Reagieren zwar "wie von alleine" passiert, dass man aber unterbewusst nachgedacht und sich entschieden hat. Beide Arten der Reaktion kann man als "unwillkürlich" oder "vom Unterbewusstsein herrührend" beschrieben - aber sie sind jeweils doch in gewisser Weise recht verschieden.
Ok, unwillkürlich ist es bei mir nicht. Er hat eingebaut, dass ich auf den Trigger nur dann in Trance gehe, wenn es für mich sicher und angemessen ist. Also muss ja vorher eine Instanz dies bewerten und entsprechend umsetzen oder auch nicht. Auch er selbst hat das Triggerwort nicht völlig unvermittelt gegeben, sondern ich war immer drauf vorbereitet, wusste was passieren soll und hab mein OK dazu gegeben.
Beim Reagieren auf den hypnotischen Trigger haben wir es nun mit der zweiten Art der Unwillkürlichkeit zu tun. Die Reaktion auf so einen (post)hypnotischen Auslöse setzt nämlich zumindest eine unterbewusste Entscheidung voraus. Dies lässt sich in vielen Experimenten zeigen. Es mögen hier zwei Beispiele genügen:
- Wenn der Hypnotiseur gerade dabei ist, das Triggerwort während der Exduktion aufzuheben und es also ganz offensichtlich nicht mehr "nötig" ist, weiterhin auf es zu reagieren, dann reagieren typischerweise auch "gute" Probanden nicht mehr. Es macht ja dann keinen Sinn mehr.
- Wenn ein Test eines Triggers so geschickt verborgen ist, dass nicht zu erraten ist, dass es sich da um einen Test handelt, dann reagieren selbst sehr gute Probanden nicht auf ihn. (Das geht natürlich nur, wenn der Auslöser etwa ein alltägliches Wort ist.) Bei besser erkennbaren Tests, die später stattfinden, reagierendie Probanden aber wieder.

Die Reaktion auf einen Trigger hängt also von einem unterbewussten Erkenntnis- und Entscheidungsprozess ab.

Letztlich heißt das, dass solche Trigger "eigentlich" nur dann funktionieren sollten, wenn die Situation ein Reagieren als "angemessen" erscheinen lässt und man es selbst möchte. Eine Situation, in der das Reagieren in diesem Sinne "angemessen" wäre, läge etwa dann vor, wenn man ein Hypnotisand ist - nicht aber, wenn man ein Beobachter bei einer Hypnose ist.
Genau deshalb habe ich dann die Entscheidungsfreiheit, ob ich beim Anschauen des Seminars mit in Trance gehen will, oder nicht, ja? Ich hatte Sorge, dass ich -wenn ich halt jetzt bewusst entscheide, NICHT darauf zu reagieren, den Trigger damit entwerte oder unbrauchbar mache. Dass ich auch in tiefer Trance Suggestionen nicht folgen muss, wenn die mir komplett unangemessen erscheinen, weiß ich ja. Allerdings denke ich, dass mit solchen Aktionen dann der Rapport zwischen dem Hypnotiseur und dem Hypnotisanten wohl abbrechen wird, denn wenn ich seine Suggestionen nicht mehr annehme, liegt wohl was im Argen. Mir ist es echt wichtig, dass es hier nicht zu kommt, auch wenn der Hypnotiseur (übrigens Cunningham :-) ) in diesem Fall wieder mal nur auf Tape und auf Video für mich zur Verfügung steht.

Ganz so einfach ist das aber in der Praxis auch nicht immer. Denn viele "Subjekte" verhalten sich so, wie es ihnen für die Hypnose als "adäquat" erscheint. Sie erleben (ohne irgendwie zu "schauspielern") das, wovon sie meinen, dass es "dazugehört". Das kann auch bedeuten, dass sie so auf einen Trigger reagieren, wie sie glauben, dass es "sein soll".
Zudem kann auch so eine (unbewusste) Motivation bestehen, auch dort zu reagieren, wo die entsprechende Situation das vielleicht nicht unbedingt "verlangt" - etwa weil man es besonders genießt, hypnotisiert zu sein.
Klar, wenn man mal weiß, wie schön es ist, hypnotisiert zu sein, dann gibt man dem durchaus gerne mal nach. Zumal es jetzt Zuhause vor dem PC ja keine Katastrophe ist, mal mit in die Trance zu gehen. Ich denke, wenn ich live dort wäre und eine Blamage vor den restlichen Teilnehmern zu befürchten wäre, würde die Lage anders aussehen
Das kann auch bedeuten, dass jemand scheinbar "unkontrolliert" reagiert - jedenfalls dann, wenn er/sie zumindest eine grundsätzliche Bereitschaft und Motivation für die Hypnose mitbringen.
Konkret heißt das beispielsweise: Wenn Du Dich bei Deinem Hypnotiseur sehr stark "fallen" lässt und die Hypnose als besonders "unwillkürlich" erlebst, dann wirst Du womöglich auch auf einen von ihm herrührenden Trigger besonders "unwillkürlich" reagieren. Aber auch das bedeutet keinen "wirklichen" grundsätzlichen Kontrollverlust: Wenn es brennt wirst Du mit ziemlicher Sicherheit ganz schnell aus der Trance "erwachen". Solange es aber Deinem "tieferen" Wollen nicht widerspricht, kann es sein, dass Du eben beispielsweise einige Zeit nicht ganz so einfach aus der Trance rauskommst oder nicht so einfach wieder sprechen kannst.
Was "meinen" Hypnotiseur angeht glaube ich, dass ich mit dem inzwischen ein so gutes Team bin, dass der mich in jeder Lage mit dem Triggerwort in Trance bekäme. Einfach deshalb, weil ich mir ganz sicher bin, dass er mich damit niemals irgendwo reinreiten oder mir schaden würde, sondern dass ich im Gegenteil genauso davon profitieren werde wie zuvor mehrfach erlebt. Die Tatsache, dass er das Triggerwort nutzt ist -glaube ich jedenfalls- meinem UB Beweis genug, dass es JETZT sicher und angemessen ist, darauf zu reagieren.

Bei den Tapes ist das wohl nicht so ausgeprägt, weil ich ja weiß, dass das ein aufgenommenes Band ist und er keine Ahnung hat, in welcher Situation ich mich gerade befinde, weshalb hier natürlich eine Kontrollinstanz meinerseits erforderlich ist. Trotzdem merke ich auch bei unvorbereitet gehörtem Trancewort durch das Tape (ist mir mal passiert, als ich im Handy Musik anmachen wollte, und das vorher eingestellte Tape noch aktiv war) einen deutlichen Zug und kurz das bekannte Gefühl des "runterfahrens wie auf einer Achterbahn", bevor ich mich dann fange und die Sache stoppe.
Wenn Du das "Trancewort" auf den "Tapes" immer wieder neu hörst, sollte das normalerweise keine weiteren Auswirkung haben, außer der, dass es Deine Reaktion tendenziell stärkt.
Meinst du echt, das verstärkt das Trancewort dann noch mehr? Meinst du auf die Dauer, oder innerhalb der aktuellen Trance?
Du könntest Dir aber auch suggerieren (lassen), dass der "Anker" nur dann funktioniert, wie Du das auch ganz bewusst willst, und nur so lange, wie Du auch ganz bewusst in Trance bleiben möchtest.
Hm, muss ich mir mal überlegen. Aber der funktioniert so tadellos...ich mag da gar nicht weiter dran rumdoktern.
"Abnutzen" wird sich ein Trigger unter Umständen mit der Zeit. Wenn jemand aber sehr gut auf Hypnose reagiert (wie Du) und den Wunsch und die Bereitschaft hat, auf den Trigger zu reagieren, und wenn dann vielleicht auch noch ein positiver emotionaler Bezug zu dem Trigger existiert, sollte dieser "Abnutzungseffekt" nicht sehr groß sein. Die vielen Wiederholungen haben vermutlich damit zu tun, dass es eben viele Leute gibt, die nicht so gut auf Hypnose reagieren wie Du. :)
Denkst du, der nutzt sich eher ab, wenn ich ihn öfters benutze? Oder wie sähe es aus, wenn ich den jetzt gar nicht mehr oder nur mit meiner eigenen Stimme nutzen würde und ich käme z.B. in einem Jahr mal wieder zu meinem Hypnotiseur. Wobei würde eher die Chance bestehen, dass die Funktion so erstklassig bleibt?
Ist nur theoretisch, denn ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass meinem Hypnotiseur eine kurze Hypnose mit etwas ausführlicherer Induktion genügt (oder wie bei mir mit 2x Blitzinduktion hintereinander) genügt, um diesen Anker wieder zu alter Form zu mobilisieren.
Und auch der "englische" Trigger sollte sich keineswegs "abnutzen", nur weil Du ihm manchmal "widerstehst". Wie gesagt funktioniert ein Trigger letztlich, weil Du Dich auf irgendeiner (unterbewussten) Ebene entscheidest, dass es jetzt angemessen ist, auf ihn zu reagieren, und weil Du jetzt auf ihn (unterbewusst) reagieren willst. Und "Bewusstsein" und "Unterbewusstsein" sind so weit voneinander dann auch nicht entfernt. ;)
Dann bin ich ja beruhigt
Wenn Du Dir das klar machst, dann sollte hier kein Problem bestehen. Höchstens mag es vielleicht sein, dass es für Dich einfach zu verführerisch ist, Dich doch fallen zu lassen - aber das hätte dann mit einem "Abnutzen" nichts zu tun.
...eher mit mangelnder Disziplin :laugh: :laugh: :laugh:
Was ist mit den Teilnehmern? Die üben das ja nach der Demonstration gegenseitig mit genau diesem Ankerwort. Widerspricht sich das nicht, wenn jeder bei jedem das selbe Trancewort benutzt?
Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder es wird irgendeine Begrenzung in den Anker eingebaut (wie etwa: "das funktioniert nur dann, wenn Du dabei in Trance gehen willst" oder "Das funktioniert nur dann, wenn jemand dabei Deine linke Schulter berührt"). Das hättest Du dann aber vermutlich mitbekommen...
Oder es ergibt sich aus den Anforderungen der Situation selbst. Wie gesagt reagiert man nicht "mechanisch" auf einen Trigger, sondern entsprechend dem Charakter des Gesamt-Situation.
Man soll den Probanden vorher immer die Fragen stellen: "möchtest du hypnotisiert werden?" und "möchtest du VON MIR JETZT hypnotisiert werden?". Vielleicht ist dies ja schon die Abgrenzung, die du meinst.
Einen Punkt will ich nochmals betonen: Die Tatsache, dass dieses Reagieren auf Trigger in gewisser Weise "intelligent" und "willentlich" ist, bedeutet keinesfalls, dass es "unecht" oder "geschauspielert" wäre. Dass dem nicht so ist, weißt Du ja aus eigener Erfahrung. Es heißt nur - um es mal so zu formulieren -, dass das Unterbewusstsein, wenn es auf solche Trigger reagiert, nicht "reflexhaft" handelt, sondern "sich dabei etwas denkt".
[/quote]

Kann man das vielleicht damit vergleichen, dass einem angesichts eines leckeren Essens mit entsprechendem Duft derart das Wasser im Mund zusammenläuft, dass man vermutlich mit großem Appetit essen wird - es dies aber nicht tut, wenn es unangemessen ist? Und das dieser Trigger (lecker Essen, lecker Düftchen) auch die nächsten male zuverlässig den Magen aufs Festmahl vorbereiten wird, obwohl man beim letzten Mal dem sozusagen widerstanden hat? Oder hinkt dieser Vergleich sehr?

Noch eine andere Frage....mal angenommen, ich käme nun zur Hypnose zu dir (oder einem anderen Hypnotiseur). Wie einfach oder schwer wäre es, dieses Trancewort auch für dich nutzbar zu machen? Oder würde das nur der können, der es auch etabliert hat?

Miraculus
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Re: Kann Ankerwort abnutzen?

Ungelesener Beitrag von Miraculus » So, 21. Feb 2016 22:37

Hallo Pega,
Ok, unwillkürlich ist es bei mir nicht. Er hat eingebaut, dass ich auf den Trigger nur dann in Trance gehe, wenn es für mich sicher und angemessen ist.
Mit "unwillkürlich" meine ich auch erst mal nur, dass die Handlung nicht ganz normal "bewusst" initiiert wird, sondern etwas "Müheloses" an sich hat - so dass es sich (mehr oder weniger) so anfühlt, als wenn es von alleine passiert.
Unter der Überschrift "Unwillkürlichkeit" habe ich hier ein wenig was zum Thema geschrieben:
https://hypnoseinfos.wordpress.com/2015 ... r-hypnose/
Genau deshalb habe ich dann die Entscheidungsfreiheit, ob ich beim Anschauen des Seminars mit in Trance gehen will, oder nicht, ja?
Ja, das kann man so sagen. Es kann zwar sogar vorkommen, dass manche Leute das Gefühl haben, sich nicht entscheiden zu können - aber das wäre in gewisser Weise nur eine Illusion.
Ich hatte Sorge, dass ich -wenn ich halt jetzt bewusst entscheide, NICHT darauf zu reagieren, den Trigger damit entwerte oder unbrauchbar mache.
Ne, höchstens vielleicht im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Aber das ist wirklich unnötig. Es ist ja schon was daran an dem Satz, dass letztlich jede Hypnose eine geführte Selbsthypnose ist. Du kannst das halten wie Du möchtest. ;)
Dass ich auch in tiefer Trance Suggestionen nicht folgen muss, wenn die mir komplett unangemessen erscheinen, weiß ich ja. Allerdings denke ich, dass mit solchen Aktionen dann der Rapport zwischen dem Hypnotiseur und dem Hypnotisanten wohl abbrechen wird, denn wenn ich seine Suggestionen nicht mehr annehme, liegt wohl was im Argen.
Das muss so nicht unbedingt sein. Wenn der Hypnotisierte zum Ergebnis kommt, dass etwas andere für ihn jetzt besser ist, kann er das grundsätzlich auch so halten, dass er eben das andere tut. Wenn weder der Hypnotisierte noch der Hypnotiseur das als Problem betrachten, dann sollte das auch kein Problem sein.
Mir ist es echt wichtig, dass es hier nicht zu kommt, auch wenn der Hypnotiseur (übrigens Cunningham :-) ) in diesem Fall wieder mal nur auf Tape und auf Video für mich zur Verfügung steht.
Man kann das menschliche Verhalten zwar nie 100%ig vorhersehen - aber wie gesagt sehe ich im Hinblick auf die Natur der Hypnose da an und für sich kein Problem. Falls Du trotz allem ein ungutes Gefühl haben solltest, könntest Du immer noch die Reißleine ziehen - aber wie gesagt kannst Du Dir auch erst mal bewusst machen, dass es Deine souveräne Entscheidung ist, ob, wann und wie Du auf so einen Trigger reagierst.
Meinst du echt, das verstärkt das Trancewort dann noch mehr? Meinst du auf die Dauer, oder innerhalb der aktuellen Trance?
Tendenziell auf Dauer. Je öfter etwas wiederholt und eingeübt wird, desto besser funktioniert es. Wobei man das aber wie gesagt nicht zu "mechanisch" angehen sollte. Es kommt immer auch ganz entscheidend auf Deine Einstellungen an.
Hm, muss ich mir mal überlegen. Aber der funktioniert so tadellos...ich mag da gar nicht weiter dran rumdoktern.
Wie gesagt: Wenn es brennt wirst Du sicherlich auch so "wach" werden. ;)
Denkst du, der nutzt sich eher ab, wenn ich ihn öfters benutze? Oder wie sähe es aus, wenn ich den jetzt gar nicht mehr oder nur mit meiner eigenen Stimme nutzen würde und ich käme z.B. in einem Jahr mal wieder zu meinem Hypnotiseur. Wobei würde eher die Chance bestehen, dass die Funktion so erstklassig bleibt?
Wie gesagt: Je öfter etwas eingeübt wird...Da Du mit einer positiven Haltung, Motivation und Erwartung zu dem Hypnotiseur gehen würdest, würde der Trigger, so lange er Dir nur "präsent" ist, ziemlich wahrscheinlich auch ohne zwischenzeitliches Üben gut funktionieren.
Man soll den Probanden vorher immer die Fragen stellen: "möchtest du hypnotisiert werden?" und "möchtest du VON MIR JETZT hypnotisiert werden?". Vielleicht ist dies ja schon die Abgrenzung, die du meinst.
Wurde denn suggeriert, dass der Trigger nur dann funktioniert, wenn diese Fragen jeweils gestellt wurden? Wenn nicht, dann wäre das halt eine Art informelle und implizite Eingrenzung aufgrund des "Aufforderungscharakters" der Situation selbst - denn es wäre ja klar, wie der Trigger hier wirken soll und wie nicht.
Kann man das vielleicht damit vergleichen, dass einem angesichts eines leckeren Essens mit entsprechendem Duft derart das Wasser im Mund zusammenläuft, dass man vermutlich mit großem Appetit essen wird - es dies aber nicht tut, wenn es unangemessen ist? Und das dieser Trigger (lecker Essen, lecker Düftchen) auch die nächsten male zuverlässig den Magen aufs Festmahl vorbereiten wird, obwohl man beim letzten Mal dem sozusagen widerstanden hat? Oder hinkt dieser Vergleich sehr?
Hm, nicht ganz leicht zu sagen. Ich würde meinen: Teilweise. Beim Reagieren auf den hypnotischen Trigger steht noch mehr das Willentliche im Vordergrund - auch wenn das wie gesagt ganz unterbewusst sein kann.
Noch eine andere Frage....mal angenommen, ich käme nun zur Hypnose zu dir (oder einem anderen Hypnotiseur). Wie einfach oder schwer wäre es, dieses Trancewort auch für dich nutzbar zu machen? Oder würde das nur der können, der es auch etabliert hat?
Interessante Frage. Also wenn ein Proband fest glaubt, dass nur der Hypnotiseur, der den Trigger "gesetzt" hat, ihn benutzen kann, dann wäre es vermutlich schwierig. Wenn er aber bereit und offen dafür ist, dass ein anderer Hypnotiseur den Trigger auch nutzt, dann sollte dies eigentlich schon gehen.

Letztlich ist der Trigger nur ein Signal. Der Hypnotisierte wird durch ihn - streng genommen - nicht in Trance versetzt, sondern er versetzt sich auf das Signal hin selbst in Trance. Selbst wenn er es so erlebt, als würde er nichts tun (und rein bewusst auch tatsächlich nichts tut).

Pega
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Re: Kann Ankerwort abnutzen?

Ungelesener Beitrag von Pega » Mo, 22. Feb 2016 13:07

Unter der Überschrift "Unwillkürlichkeit" habe ich hier ein wenig was zum Thema geschrieben:
https://hypnoseinfos.wordpress.com/2015 ... r-hypnose/
Ich glaube, das habe ich irgendwann sogar mal gelesen. Muss ich noch mal nach schauen gehen.
Ne, höchstens vielleicht im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Aber das ist wirklich unnötig.
Um Himmels willen, solche Vorlagen für selbsterfüllende Prophezeiungen bin ich mir gerade am abgewöhnen. Es ist unglaublich, wie viele blödsinnige Suggstionen man sich unüberlegt so im Laufe des Tages gibt...
Man soll den Probanden vorher immer die Fragen stellen: "möchtest du hypnotisiert werden?" und "möchtest du VON MIR JETZT hypnotisiert werden?". Vielleicht ist dies ja schon die Abgrenzung, die du meinst.
Wurde denn suggeriert, dass der Trigger nur dann funktioniert, wenn diese Fragen jeweils gestellt wurden? Wenn nicht, dann wäre das halt eine Art informelle und implizite Eingrenzung aufgrund des "Aufforderungscharakters" der Situation selbst - denn es wäre ja klar, wie der Trigger hier wirken soll und wie nicht.
Ne, das wurde nicht explizit suggeriert. Genau genommen soll man diese Fragen auch vor der vorher geübten Elman-Induktion stellen. Allerdings solltest du hierbei auch bedenken, dass ich im Englischen noch nicht sooo geübt bin. Ich verstehe komischerweise alles soweit ganz gut (vermutlich weil ich das unbedingt verstehen WILL). Verstehe ich was nicht, spul ich zurück. Trotzdem will ich nicht ausschließen, dass mir nicht doch mal Kleinigkeiten durch die Lappen gehen. Allerdings kann man ja dann anschließend die Teilnehmer beim üben beobachten. Und die hatten jetzt nicht explizit irgendwas besonderes als Vorwort gesagt, außer halt besagte Fragen.

Noch eine andere Frage....mal angenommen, ich käme nun zur Hypnose zu dir (oder einem anderen Hypnotiseur). Wie einfach oder schwer wäre es, dieses Trancewort auch für dich nutzbar zu machen? Oder würde das nur der können, der es auch etabliert hat?
Interessante Frage. Also wenn ein Proband fest glaubt, dass nur der Hypnotiseur, der den Trigger "gesetzt" hat, ihn benutzen kann, dann wäre es vermutlich schwierig. Wenn er aber bereit und offen dafür ist, dass ein anderer Hypnotiseur den Trigger auch nutzt, dann sollte dies eigentlich schon gehen.

Letztlich ist der Trigger nur ein Signal. Der Hypnotisierte wird durch ihn - streng genommen - nicht in Trance versetzt, sondern er versetzt sich auf das Signal hin selbst in Trance. Selbst wenn er es so erlebt, als würde er nichts tun (und rein bewusst auch tatsächlich nichts tut).
[/quote]

Hm....Cunningham benutzt in seinen Tapes das selbe Trancewort, wie das, welches ich auch von meinem Hypnotiseur bekommen habe - nur halt auf Englisch. Ich hatte von ihm versehentlich nicht das Tape als erstes gehört, wo dieses Trancewort etabliert wird. Und trotzdem habe ich da fast spontan drauf reagiert, weil ich während der gesamten Induktion im Geiste alles Englische simultan ins Deutsche übersetzt habe und somit dann ja irgendwie "mein" Trancewort bei rausgekommen ist.

Eine Übertragung funktioniert bei mir also anscheinend durchaus. Wäre mal einen Versuch wert, es auszuprobieren....

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Re: Kann Ankerwort abnutzen?

Ungelesener Beitrag von Miraculus » Mo, 22. Feb 2016 22:02

Hallo Pega,

mit "abnützen" hattest Du vermutlich die Idee gemeint, dass ein Trigger, der immer wieder ausgelöst wird, an Kraft verliert (was nicht richtig ist); ich hatte hingegen an die Vorstellung gedacht, dass er im Lauf der Zeit, wenn er nicht gebraucht wird, schwächer wird (was wie gesagt "tendenziell" stimmt, aber eben nicht allgemein und ohne Weiteres). Ist mir nur im Nachhinein so gekommen. :)
Hm....Cunningham benutzt in seinen Tapes das selbe Trancewort, wie das, welches ich auch von meinem Hypnotiseur bekommen habe - nur halt auf Englisch. Ich hatte von ihm versehentlich nicht das Tape als erstes gehört, wo dieses Trancewort etabliert wird. Und trotzdem habe ich da fast spontan drauf reagiert, weil ich während der gesamten Induktion im Geiste alles Englische simultan ins Deutsche übersetzt habe und somit dann ja irgendwie "mein" Trancewort bei rausgekommen ist.

Eine Übertragung funktioniert bei mir also anscheinend durchaus. Wäre mal einen Versuch wert, es auszuprobieren...
Ich gehe bis dahin davon aus, dass das bei Dir wahrscheinlich funktionieren würde (und es hat ja auch funktioniert), wenn Du den Trigger als Trigger einordnen kannst. Es kommt ja letztlich darauf an, dass man mit dem Hypnotiseur (und sei "er" nur ein Tape) kooperieren möchte, dass man die Hypnose erleben möchte, und dass man ein entsprechendes Erleben generieren kann.

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Re: Kann Ankerwort abnutzen?

Ungelesener Beitrag von Pega » Di, 23. Feb 2016 07:27

Mit "Abnutzen" hatte ich folgendes gemeint

1) wenn ein Trigger so verankert ist, dass er promt wirkt, selbst wenn er nur ganz sparsam eingesetzt wird und man dann aber Tapes hört, in denen er gefühlte 1000 x gesagt wird.
2) oder wenn man sich bewusst entscheidet, dem Trigger nicht zu folgen.

Variante 2 haben wir ja geklärt. Variante 1 ist mir noch nicht ganz so sicher, ob wir uns richtig verstanden hatten. Vielleicht müsste man in diesem Fall eher von der Befürchtung sprechen, dass man drauf abstumpft.

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Re: Kann Ankerwort abnutzen?

Ungelesener Beitrag von Miraculus » Di, 23. Feb 2016 21:54

Hallo Pega,

man könnte sich überlegen, dass der Trigger während des Anhörens eines Tapes nicht ständig starke Reaktionen hervorrufen wird, weil man eben nicht jedes mal stark reagieren kann (wer schon "tief hypnotisiert" ist, kann nicht jedes mal noch sehr viel tiefer gehen). Zudem wird man vielleicht irgendwann weniger reagieren, weil die Motivation nachlässt, wenn man während einer Sitzung "gefühlte 1000 x" den Trigger hört (ist nur eine Möglichkeit).


Selbst wenn das aber so ist/wäre, sollte dies nicht problematisch sein. Wenn man denselben Trigger nämlich später beim Live-Kontakt mit einem Hypnotiseur präsentiert bekommt, ist die Situation eine ganz andere. Da liegt dann sicherlich ein hohes Maß an Motivation und Reaktionsbereitschaft vor (jedenfalls in Deinem Fall :)). Da die Wirksamkeit eines Triggers aber wie gesagt in hohem Maße von der Gesamt-Situation abhängt, sollte er in einer solchen Lage dann weiterhin effektiv sein.

Ich hoffe, dass ich Deine Frage richtig verstanden habe?

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Re: Kann Ankerwort abnutzen?

Ungelesener Beitrag von Pega » Mi, 24. Feb 2016 20:21

Ja, jetzt ist alles klar. Danke :-)

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Re: Kann Ankerwort abnutzen?

Ungelesener Beitrag von Selbsthypnose-Markus » Mo, 29. Feb 2016 00:01

Wir hatten an anderer Stelle schon mal diskutiert, ob Anker nun Konditionierungen sind oder eine Art posthypnotischer Befehl.

Zumindest für Konditionierungen (also Anker im Sinne von NLP) gibt es ganz klare Untersuchungen. Du kannst sie verstärken oder abschwächen. Vergl. auch mal hier: http://nlpportal.org/nlpedia/wiki/Collapsing_Anchors (Hinweis: Nicht alles im Bereich NLP ist seriös oder wissenschaftlich dargestellt.)

Ankern ist weniger mechanisch als es den Anschein hat. Ich nehme gerne natürlich auftretende Anker bei einer Person und steigere die. Das ist logisch und angenehm.

Die Klopftechnik ist ein gutes Beispiel für das Auslöschen / Abschwächen von Ankern.

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