Schlafe und träume zu schnell

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molLari
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Schlafe und träume zu schnell

Ungelesener Beitrag von molLari » Mo, 14. Dez 2015 22:29

Hallo,

ich habe das Problem, daß ich im Halbschlaf (morgens, nachmittags) keine Bilder und Wünsche auf die Reihe bekomme, die ich meinem Unterbewusstsein infiltrieren möchte. Sobald ich leicht abnicke, falle ich schon in einen Halbschlaf mit Traumbildern, Melodien, Stimmen.

Es fällt mir schwer, den hypnotischen Schwebezustand herzustellen. Ich falle zu schnell in einen Traumschlaf.
Suggestionen und Visualisierungen sind unmöglich.

Was mache ich falsch?

The man
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Re: Schlafe und träume zu schnell

Ungelesener Beitrag von The man » Di, 15. Dez 2015 17:14

Das was Du da beschreibst ist m.M.n. eine intensive Trance. Das ist das gleiche, wie wenn Du kurz vor dem einschlafen bist,manchmal nimmt man auch noch kurz Bilder bzw. Situationen (Treppe herabfallen etc.) war, bis man dann schließlich in den Schlaf übergeht. Das merkt man dann nicht allerdings ist der Zustand vor dem Schlaf auch eine Trance.

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Selbsthypnose-Markus
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Re: Schlafe und träume zu schnell

Ungelesener Beitrag von Selbsthypnose-Markus » Mi, 16. Dez 2015 13:22

Man muß sich von der Idee lösen, dass Selbsthypnose 10-30 Minuten lang sein muß. Ich unterrichte das mit 30 Sekunden in Trance gehen und 30 Sekunden Arbeitsphase. So kann man sich noch rel. gut steuern sowohl vom Ziel her als auch von der Tiefe.

Miraculus
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Re: Schlafe und träume zu schnell

Ungelesener Beitrag von Miraculus » Mi, 16. Dez 2015 17:33

@ molLari:
Was mache ich falsch?
vielleicht nichts - vielleicht ist das einfach Deine individuelle Reaktionsweise. Vielleicht arbeitet da Dein UB dennoch weiter für Dich an Deinem Anliegen, wie "The Man" meint.

Gleichzeitig könntest Du die SH-Zeiten verkürzen, wie Markus vorschlägt.

Und Du könntest auch mal eine Form der Wachhypnose probieren, wo Du suggerierst, dass Du immer wacher, energiegeladener und konzentrierter wirst.

molLari
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Re: Schlafe und träume zu schnell

Ungelesener Beitrag von molLari » Do, 17. Dez 2015 00:18

Danke für Eure Beiträge. Mir war nicht klar, daß auch so kurze Hypnosen etwas bewirken können. Das probiere ich.

Am besten gehts bei mir im Nachmittagstief. Morgens auch. Abends rassel ich zu schnell in Schlaf. Wenn ich da erwache oder mich mit Suggestionen wachhalte, bekomme ich Kopfschmerzen oder werde übellaunig.

Ich bin vorsichtig geworden, aufgrund eines negativen schaurigen Erlebnis. Ich ging mit einem 35min youtube Hypnose Video ins Bett, schlief schnell ein, aber die Stimme sprach weiter. Ich erwachte dann, riss die Kopfhörer aus den Ohren, hatte die Stimme aber weiter im Kopf, sie redete und redete, es war gruselig. Zum Glück fiel ich wieder in den Schlaf.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit selbstgesprochenen Hypnose-Texten?

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Selbsthypnose-Markus
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Re: Schlafe und träume zu schnell

Ungelesener Beitrag von Selbsthypnose-Markus » Do, 17. Dez 2015 01:16

Ob selbst oder von anderen gesprochen, es muß halt passen. Ich mag Ruediger Dahlkes CDs, kann ich mich gut drauf einlassen. Das hat aber nichts mit Selbsthypnose zu tun, da gehst du ohne Audiospur in Trance und machst deine Vorstellungsarbeit alleine.

Pega
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Re: Schlafe und träume zu schnell

Ungelesener Beitrag von Pega » Do, 17. Dez 2015 07:03

War das dieses hier: https://www.youtube.com/watch?v=QKwHOCfWMQI ??

Damit und mit seinen anderen Tapes hab ich Riesenerfolg gehabt. Nur darf man natürlich keinesfalls zwischendrin einschlafen. Das ist keine Einschlafmeditation, sondern eine richtige Hypnose, die tatsächlich sehr gut wirksam ist. Man darf aber halt nicht dabei einschlafen und man soll sie auch nicht vor dem Schlafengehen im Bett machen.
Wenn du einschläfst, dann mach das Tape oder die Selbsthypnose doch halt im angelehnten Sitzen?

Ich selbst mache die Selbsthypnose übrigens so, dass ich mir die Suggestion VOR dem Einsteigen in die Trance gebe. Dazu wird der Satz auf einen Zettel geschrieben, man setzt sich entsprechend bequem hin und liest die Suggestion dann 5x hintereinander, wobei man sich alles quasi auf der Zunge zergehen lässt und sich die Worte als Bild vorstellt.
Dann wird der Schalter umgelegt und ich geh für eine von mir vorher festgelegte Zeit in eine tiefe Trance. Hier muss ich nicht mehr über die Worte nachdenken, sondern kann die Bilder kommen und gehen lassen, wie sie halt kommen und gehen.

Wenn die mit mir selbst vereinbarte Zeit um ist, komm ich von alleine wieder hoch.

Wäre es vielleicht auch was für dich, mal zu versuchen, die Suggestion schon vorher zu geben? Bei mir funktioniert das super.
Zuletzt geändert von Pega am Do, 17. Dez 2015 10:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Selbsthypnose-Markus
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Re: Schlafe und träume zu schnell

Ungelesener Beitrag von Selbsthypnose-Markus » Do, 17. Dez 2015 09:46

Das "für eine von mir vorher festgelegte Zeit" ist häufig noch ein Problem. Die Leute haben ja ein Problem, warum sie SH machen wollen. D.h., die nehmen das Problem zu einem Teil mit in die Trance. Wenn du als Anfänger über 15-30 Sekunden bei einem Zielbild bleiben willst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du ineffizient abdriftest und nicht selten dein Problem hochkommt. :sterne: Das ist dann völlig kontraproduktiv. Ich mache da lieber 3 mal hintereinander 30 Sekunden.

Pega
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Re: Schlafe und träume zu schnell

Ungelesener Beitrag von Pega » Do, 17. Dez 2015 10:32

Stimmt, ich hab auch erst mal mit sehr kurzen Zeiten begonnen und als Suggestion auch nur ein einziges Wort die komplette Woche nehmen sollen. Inzwischen gehen auch ganze Sätze, von denen ich aber im Moment noch nur einen pro Tag nehmen soll.

Man muss es also schon etwas üben und klein anfangen, aber dann funktioniert diese Art echt ziemlich easy.

Aber da die Suggestionen ja gut funktionieren, ist offensichtlich zumindest bei mir alles im grünen Bereich. Viele Wege führen nach Rom..

molLari
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Re: Schlafe und träume zu schnell

Ungelesener Beitrag von molLari » Do, 17. Dez 2015 11:38

Exakt, das ist mein Problem. Ich kann schwer Zielbilder halten. Ich drifte weg und sofort in surreale Welten. 30 Sekunden sind da schon eine Herausforderung, ich verstehe ... danke.

Dieses Video war es nicht, aber danke für den Tip. Ich gebe Dir recht, vor dem Einschlafen sollte man sich die Hypnose nicht geben. Ich habe damit keine angenehmen Erfahrungen gemacht. Hypnose und Schlaf sind zwei verschiedene Ebenen, das ist mein Fazit. Den Vorschlag mit dem Satz probiere ich mal aus, wenn ich ein passenden Auftrag (Suggestion) dafür finde.

Ab wann habt Ihr gemerkt, daß die Suggestionen wirken? Es gibt ja kein praktisches Ergebnis: Hammer auf Nagel, Nagel drin. Bei mir passierten nach den Visualisierungen seltsame Zufälle, sozusagen Sprungbretter, Vorlagen, um das Problem überhaupt anzugehen.

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Re: Schlafe und träume zu schnell

Ungelesener Beitrag von Selbsthypnose-Markus » Fr, 18. Dez 2015 16:39

Bei Zielbildern im Bereich Entspannung mögen die Leute häufig etwas länger verweilen, bei Problemlösungsbildern eher kürzer. 10-30 Sekunden ist sinnvoll. Nimm einen emotionalen Höhepunkt und den ggf. in Zeitlupe.

Hypnose wirkt sofort, aber manchmal nicht so, wie man es erwartet. Man baut einen Dialog nach innen auf, Wünsche, Träume. Vertrauen, Zuversicht sind "Nebenwirkungen".
Manchmal merke ich sofort, dass ich anders gehe und auf mich Menschen anders reagieren. Das blöde ist, wenn man sich das bewußt macht, man die unbewußten Prozesse zunichte macht.
Z.B. Selbstbeobachtung: "gehe ich schon selbstbewußter?", "ja, äh, nein, geht ja auch gar nicht - stoplern". Man versaut sich das Ergebnis.

Vertrau drauf, dass es wirkt und frag nach einem Monat deine Mitmenschen, ob du dich verändert hast!

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Re: Schlafe und träume zu schnell

Ungelesener Beitrag von The man » Sa, 19. Dez 2015 09:49

Selbsthypnose-Markus hat geschrieben:Bei Zielbildern im Bereich Entspannung mögen die Leute häufig etwas länger verweilen, bei Problemlösungsbildern eher kürzer. 10-30 Sekunden ist sinnvoll. Nimm einen emotionalen Höhepunkt und den ggf. in Zeitlupe.

Hypnose wirkt sofort, aber manchmal nicht so, wie man es erwartet. Man baut einen Dialog nach innen auf, Wünsche, Träume. Vertrauen, Zuversicht sind "Nebenwirkungen".
Manchmal merke ich sofort, dass ich anders gehe und auf mich Menschen anders reagieren. Das blöde ist, wenn man sich das bewußt macht, man die unbewußten Prozesse zunichte macht.
Z.B. Selbstbeobachtung: "gehe ich schon selbstbewußter?", "ja, äh, nein, geht ja auch gar nicht - stoplern". Man versaut sich das Ergebnis.

Vertrau drauf, dass es wirkt und frag nach einem Monat deine Mitmenschen, ob du dich verändert hast!
Das stimmt wie du es beschreibst, man fängt unter anderen an sich selbst zu beobachten ob das Ergebnis schon eingetreten ist. Das war auch meine Erfahrung, ist es eben so das langfristig trotzdem eine
Veränderung eintritt ohne das man sich dessen bewusst ist. Es ist eben so, das es anderen Mitmenschen auffällt, das man sicher verädnert hat, selber merkt man das garnicht mehr. Das Unterbewusstsein ist nunmal stärker ;)

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