Einige Fragen

Hier könnt Ihr allgemeine Themen zur Selbsthypnose besprechen
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petra127
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Einige Fragen

Ungelesener Beitrag von petra127 » So, 21. Aug 2011 11:46

Hallo
ich möchte mit der Selbsthypnose beginnen und habe noch einige Fragen:

1.Wie oft am Tag sollte man sich hypnotisieren,damit es wirken kann?

2.Kann man mehrere Probleme gleichzeitig behandeln?Ich habe zwei Probleme,die mich zur Zeit beschäftigen.Zum Einen habe ich eine leichte Sprachstörung(leichtes Stottern),zum Anderen treten bei mir beim Geige spielen(studiere Musik)plötzlich starke Verkrampfungen bei schnellen Strichen mit dem Bogen auf.Ein medizinisches Problem ist ausgeschlossen,bei mir ist alles in Ordnung.Stellen,die ich vor einiger Zeit selbstverständlich spielen konnte,bereiten mir nun große Mühe.ich bin mir sicher,dass das Problem im Kopf stattfindet.Nämlich,je mehr ich darüber bewusst nachdenke und je mehr ich versuche dagegen anzukommen,desto schlimmer wird es.
Ist es möglich,diese beiden Probleme gleichzeitig zu behandeln?

3.Ist das zuvor beschriebene Problem(mit der Geige)Ihrer Meinung nach überhaupt hypnotisierbar?

Ich bin sehr gespannt auf Ihre Antwort:-)

Herzliche Grüße

Petra

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Elmar
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Re: Einige Fragen

Ungelesener Beitrag von Elmar » So, 21. Aug 2011 20:25

petra127 hat geschrieben:Hallo
ich möchte mit der Selbsthypnose beginnen und habe noch einige Fragen:

1.Wie oft am Tag sollte man sich hypnotisieren,damit es wirken kann?

2.Kann man mehrere Probleme gleichzeitig behandeln?Ich habe zwei Probleme,die mich zur Zeit beschäftigen.Zum Einen habe ich eine leichte Sprachstörung(leichtes Stottern),zum Anderen treten bei mir beim Geige spielen (studiere Musik)plötzlich starke Verkrampfungen bei schnellen Strichen mit dem Bogen auf.Ein medizinisches Problem ist ausgeschlossen,bei mir ist alles in Ordnung.Stellen,die ich vor einiger Zeit selbstverständlich spielen konnte,bereiten mir nun große Mühe.ich bin mir sicher,dass das Problem im Kopf stattfindet.Nämlich,je mehr ich darüber bewusst nachdenke und je mehr ich versuche dagegen anzukommen,desto schlimmer wird es.
Ist es möglich,diese beiden Probleme gleichzeitig zu behandeln?

3.Ist das zuvor beschriebene Problem(mit der Geige)Ihrer Meinung nach überhaupt hypnotisierbar?

Ich bin sehr gespannt auf Ihre Antwort:-)

Herzliche Grüße

Petra
Grundsätzlich sollten nie mehrere Dinge Gleichzeitig begonnen werden, es sei denn, sie gehören zusammen.
Aber –beginnen wir mit der Verkrampfung:
Es kann die Anstrengung, die Konzentration, oder die Angst sein, bei den schnellen Strichen, “daneben “ zu greifen.
Ist nicht so leicht zu sagen.
Jede Verkrampfung ist aber ein “verspannen”.
Selbsthypnose ist eine tiefe innere Entspannung – also genau das Gegenteil von “Verspannen”.
Wenn du dieses Gefühl der Entspannung auch noch “verankerst”, sollte es dir schnell gelingen, die Verspannung und damit die Verkrampfung zu verhindern
Immer bevor die schnellen Griffe kommen – mindestens aber vor Beginn des Musikstückes – den Anker lösen, damit solltest du dich dann wieder ruhig und sicher fühlen – auch die Angst vor dem “Verkrampfen” verlieren.

Bei Sprachstörungen ist es meist so, dass diese vermehrt auftreten, wenn man unruhig oder nervös ist, oder unter Stress steht.
Also eben auch eine Anspannung oder gar Verspannung zu spüren ist.
Die Selbsthypnose in Verbindung mit einem Anker ) der auch noch mit tiefen ein und ausatmen begleitet wird, kann alles das gelindert oder ganz aufgelöst werden, so dass man sich völlig ruhig und gelassen fühlt.

Es hat la Beides mit Entspannen zu tun, sind also keine konträren Dinge, sondern durchaus die selben Wege, um eine Besserung zu erreichen.
Da – denke ich – kannst du sicher, Beides auf ein Mal beginnen.
Schöne Grüße

Elmar

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petra127
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Re: Einige Fragen

Ungelesener Beitrag von petra127 » Mo, 22. Aug 2011 09:03

Vielen Dank für die Antwort.Es ist genau das,was Sie beschreiben.Die Angst vor den schnellen Strichen wurde mit der Zeit immer größer,wodurch es auch immer schlimmer wurde.Ebenfalls,was das Stottern betrifft.
Wie mach ich das dann mit den Suggestionen?kann ich mir nacheinander welche geben,die das Stottern betreffen und dann bezüglich der Verkrampfungen?Oder soll ich allgemeinere Formuliereungen treffen,die auf beide Probleme zutreffen?Aber dann hätte ich die Befürchtung,dass mein Unterbewusstsein nicht genau weiß,auf was ich mich beziehe:-)

Noch eine Frage hätte ich;Ich bin mir nicht ganz sicher,ob ich wirklich im Trancezustand bin,da meine Gedanken sehr oft abschweifen.Sobald ich an etwas anderes denke,bin ich dann wieder aus dem trancezustand erwacht?Woran merke ich das?

herzliche Grüße

Petra

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Re: Einige Fragen

Ungelesener Beitrag von Elmar » Di, 30. Aug 2011 07:33

Die Wirkungsvollsten Suggestionen sind jene, bei denen das gewünschte Ziel, erfühlt wird.
Du könntest dir vor stellen, wie du ein kleines Konzert unter Musikfreunden gibst.
Es ist alles Bestens, deine Finger "fliegen " wie von selbst, der Bogen ist so leicht und doch so fest auf den Seiten, selbst weniger "Kunst - befließende " könnten den weichen Klang und das voluminöse harmonische Spiel genießen.
Aber alle deine Zuhörer sind Musik begeisterte Kenner.
Es ist, als würdest du vom Zauber der Musik erfasst, ja du lebst diese Musik, sie führt deine Finger , deine Hände, den Bogen auf der Geige.

Danach - du bist immer noch im Eindruck der überschwänglichen Gefühle, , möchten die Zuhörer mit dir Reden, ihre Gefühle ausdrücken und deine Stimme, deine Antwort zu ihren Fragen hören.
Du sprichst von deinen Gefühlen, während des Spieles, bemerkst, dass dich die Gefühle wieder erfassen und sprichst sie so aus, das jeder deine Eindrücke erfühlen kann. Dabei bemerkst du, wie deine Sprache so fließend ruhig und - fast Melodiös wirkt. durchaus vergleichbar mit dem virtuosen Spiel, dass du noch ein paar Minuten zuvor gemacht hast.
Deine Stimme sie ist klar, die Worte auch,

Und dann beginnst du dich zu erinnern, was da geschehen ist.
Vor dem Spiel hast du nur einige Male sehr tief ein und wieder fest ausgeatmet.
Es war.als hätte der vermehrte Sauerstoff in dir eine Ruhe gebracht, in der du mit dem Instrument zu einem Organismus wurdest, deine Hände, der Bogen und die Geige, es war eine Einheit.
Und das Herz, das Gefühl leitete das ganze Spiel.
Auch vor dem Sprechen hast du tief ein und ausgeatmet, dabei die innere Ruhe so richtig gut verspürt.
Und da wusstest du, jetzt ist alles so, wie es sein soll.
Immer wieder erlebst du genau diese Situation, aber Imme wieder ist es es ein besonderes Gefühl, diese Freiheit zu verspüren.

So ähnlich könntest du dir die Suggestionen gestalten.
Wichtig, möglichst alle Sinne anregen ( Geruch und Geschmack sind der Selbe Sinn) um die Suggestion so wirkungsvoll wie möglich zu machen.
Also auch ein wenig die Düfte ( von Instrument, Geigenkoffer, Menschen) mit ein bauen.
Schöne Grüße

Elmar

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